SEO: Mit Content ganz nach oben

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Google verfeinert kontinuierlich seinen Algorithmus um Suchergebnisse zu verbessern. Für Webseiten-Betreiber bedeutet das, dass nicht nur die zeitgemäße Aufmachung zählt, denn nun ist auch hochwertiger Inhalt gefragt, sofern man vorne mitmischen will. Doch welche werden davon nun als „qualitativ hochwertig“ eingestuft und welche nicht? Wir haben die Ranking-Faktoren zusammen gefasst…

Um Google zu gefallen, bedarf es dieser Tage schon einiges an Aufwand: Backlinks, Keywords, Lesbarkeit, Responsive, Bilder, Videos und noch einige mehr befördern ein Online-Angebot in der organischen Suche Richtung Seite 1. Der damit erzeugte „hochwertige“ Inhalt ist allerdings Fluch und Segen zugleich. „Die Suchmaschinen verfügen mittlerweile über ein breites Verständnis der jeweiligen Suchabsicht. Inhalte werden dementsprechend selektiver gehandelt und durch ihren Mehrwert für den Nutzer differenziert und gereiht“, weiß Mag. Martin Wazek.

Wer es also bis ganz nach oben schaffen möchte, sollte folgende Faktoren berücksichtigen:

#1 Schreiben Sie ganzherzig!

Halbherzige Texte sind zwar nicht so aufwendig zu recherchieren und zu schreiben, doch werden am Weg nach oben weniger dienlich sein. Der Content sollte keinesfalls auf einzelne Keywords (Tags) abzielen, sondern ein genau definiertes Themenfeld umfassend abdecken. Hierbei empfiehlt sich ein „Cluster“-Prinzip: Einzelthemen oder Themenbereiche, die die „Basis“ darstellen und welche auf Schlüsselwörter und verwandte Keywords beruhen. Ein „Netzwerk“ dieser Art deckt auch verwandte Begriffe des primären Suchbegriffes ab!

Bieten Sie dem User unbedingt einen Mehrwert!

#2 Es kommt nicht auf die Länge an!

Ein weit verbreitetes Mißverständnis ist, dass die Artikellänge bzw. die Zeichenzahl über Gedeih und Verderb entscheiden würde. Doch das muss nun  entkräftet werden, denn: Google hat in den vergangenen Jahren viel gelernt. U. a. auch, welche Beiträge tatsächlichen über Inhalt (und Mehrwert) verfügen und welche nur Fülltexte sind. Wie schon bei #1 genannt, muss der Content auch ganzheitlich relevant sein. Das Allheilmittel ist daher nicht, Texte übermäßig auszudehnen.

Die durchschnittliche Textlänge bei den deutschen Top-Platzierungen liegt im übrigen bei 7.662 Zeichen (inkl. Leerzeichen)!

#3 Jedem seine Sprache!

Auch die Lesbarkeit einer Seite wird von Google im Ranking berücksichtigt. Gemeint ist damit, dass sich die Inhalte an der jeweiligen Zielgruppe orientieren sollten. Texte, deren Zielgruppe kein Fachpublikum ist, sollten einfach zu lesen und verständlich formuliert werden; auch damit gewinnt man in der organischen Suchabfrage die gewünschten Meter nach oben. Es empfiehlt sich daher bereits bei der Beitragserstellung entsprechendes Augenmerk auf die Zielgruppe und ihre Sprache zu richten.

#4 Gezielt Werbung platzieren!

Google weiß mittlerweile auch, dass seine Nutzer Werbung oft als störend empfinden bzw. durch sie vom gesuchten Thema abgelenkt werden. Daher sollte mit der Platzierung von Online-Werbung sorgsam und bewusst umgegangen werden.

#5 Keine Angst vor Bildern & Videos!

Hochqualitative Videos und Bilder werden von Google als Bereicherung für den Beitrag gewertet. Zum einen gestalten diese die Seite attraktiver, transportieren zusätzlichen Inhalt und fordern den User auf, länger mit der Seite zu interagieren. Aber Achtung! Hier kommt es wesentlich auf die Qualität der visuellen Content-Träger an! Wer hier an der Technik spart, hat das Nachsehen!

Die Top-10 der organischen Suchergebnisse von Google zeigen zwischen sechs und acht Bilder!

#6 Keyword-Domains: Ja, schon, aber nicht nur!

Noch vor einem Jahr wurden Keyword Domains und Keywords in URL wesentlich stärker bewertet als heute. Dennoch sollte man nicht ganz darauf verzichten und nach wie vor in der URL und Domain die wichtigsten Keywords integrieren um Google damit mitzuteilen, worum es geht. Aber auch im Content sollten sich diese Schlüsselwörter auf jeden Fall wiederfinden.

#7 Nicht abspringen aber verweilen!

Kennzahlen wie Absprungrate und Verweildauer nehmen als Ranking-Faktoren immer weiter zu. Auch Google bewertet und berücksichtigt diese Ergebnisse. Um die Absprungrate zu verringern und die Verweildauer zu erhöhen, kommen wir nun wieder zum Punkt 1 & 2: Dem Mehrwert für den User und der Bereitstellung umfassender Informationen und Unterhaltung, unabhängig der Textlänge!

#8 Responsive: Mobil ist Trumpf

Moderne Webseiten müssen responsive sein. D.h. sie müssen auf allen Endgeräten wie PC`s, Tablets und Smartphones gleichermaßen funktionieren. Ist das nicht der Fall, verteilt Google mittlerweile „Minuspunkte“ und stuft Rankings ab. Damit wird dem zunehmenden Trend zu mobilen Geräten Rechnung getragen.

#9 Vorsicht vor Irrglauben – Likes für Google irrelevant!

Social Signals sind wertvolle Informationslieferanten wenn es um Zielgruppen und ihre Bedürfnisse geht. Allerdings stellen sie keinen Ranking-Faktor dar, auch wenn Top-Ranking-Webseiten gleichzeitig viele Social Signals aufweisen. Die aktive Nutzung sei trotzdem empfohlen, da diese mit guten Rankings korrelieren.